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Hörprobe meines neuen Fantasie-Romans, an welchen ich derzeit arbeite.
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„Und wenn ich Ihnen helfe?“ – „Ach Kindchen, lass gut sein. Alte Kerle wie ich, sollten keine Höhenflüge mehr wagen.“ Grinste er schelmisch und tätschelte seinem Hund liebevoll den Kopf, welcher sich seinem Schicksal des Wartens ergeben hatte und nun interessiert in der Erde herum schnüffelte.

„Mmmh, warten sie mal kurz,“ entgegnete ich kurzerhand und wühlte in meiner Hosentasche.

Neugierig hob der Herr seine Hand an die Augen, um besser sehen zu können.

„Sie haben Glück, ich habe noch ein leeres Glas-Bonbon Döschen in der Tasche.“ Mit diesen Worten schwang ich mich abermals einen weiteren Ast hinauf.

„Was zum Teufel soll das werden? Du wirst noch abstürzen,“ rief der Mann bestürzt und riss seine Augen wie zwei Unterteller auf.

„Warten Sie´s ab. Dauert nur einen Moment.“ Angespornt von dem Glanz der wässrigen Augen, zog ich mich noch ein Stückchen höher, bis ich schwankend im Wipfel des Baumes stand. Langsam schloss ich die Augen und versuchte mich dem Schwanken des Baumes anzupassen.

Eins zu werden mit ihm und der Erde.

 

Alter Herr

 

Was um Himmelswillen tat das Kind da? Es musste tatsächlich verrückt sein.

Nervös beschirmte ich meine Augen und starrte nach oben. Doch alles was ich erkennen konnte, war der dunkle Schatten des Mädchens, welcher bewegungslos in der Krone des Baumes stand.

„Kind, was soll das denn? Komm runter,“ rief ich unsicher.  Meine Stimme bebte vor Anspannung.

„Gleich, warten sie noch einen Moment.“ Ertönte es aus der Ferne. Langsam löste das Mädchen ihren einen Arm vom Stamm und lehnte sich weit nach vorne.

Wind war aufgekommen und ließ die Krone gefährlich von links nach rechts schwanken. Ängstlich kniff ich die Augen zusammen. Solche Aktionen waren einfach nichts mehr für mein altes Herz.

„Jetzt, jetzt hab ich es gleich.“ Blinzelnd öffnete ich meine Lider, welche ich angstvoll zusammen gekniffen hatte, wieder einen spaltbreit und erstarrte.

Freihändig, mit weit ausgebreiteten Beinen stand das Mädchen in der Höhe, den Kopf in den Nacken gelegt. Warum sie nicht abstürzte, war mir ein Rätsel. Es schien gar, als wäre sie mit dem Baum verwachsen.

„Bitte, bitte komm runter,“ flüsterte ich mit rauer, belegter Stimme. So etwas Verrücktes hatte ich wirklich in meinem ganzen, langen 86 jährigen Leben noch nicht erlebt.

 

 Lucy

 

Es funktionierte. Es funktionierte tatsächlich.

Mein Körper schien mit dem Riesen vom Baum zu verschmelzen. Und dann war er da, der Zeitpunkt. Leuchtende Lichter sausten rasant an meinem Gesicht vorbei.

Die ganze Welt schien verwoben zu sein mit Licht.

Wind zerrte an meinen Haaren. Meine Haut schien zu glühen.

„Jeeeeeeeetttttttttzzzzzz!“ Drang es laut aus meiner Kehle. Beherzt öffnete ich das Glasdöschen und schwang es wild durch die Luft. Knistern durchbrach das Heulen des Windes, als die leuchtenden Funken sich in dem Glas verfingen und gegen die durchsichtigen Wände stoben. Triumphierend knallte ich den Deckel wieder auf die Öffnung und drehte ihn fest zu.

 

 Alter Herr

  

„Man sollte dir den Hintern versohlen, junge Dame.“ Aufgebracht presste ich die Zähne aufeinander, sodass mir der marode Kiefer schmerzte. Doch um so wütender ich wurde, umso mehr schien die Kleine zu strahlen.

„Willst du mich etwa provozieren?“ Fragte ich kalt, und mein von der Zeit gezeichneter Körper bebte vor aufflammenden Zorn.

„Aber nein! Ich habe doch für sie die Sonne und den Wind eingefangen.“ Lächelnd streckte sie mir schüchtern eine kleine Glasdose entgegen. Verwirrt schaute ich das Mädchen an.

„Sie ist leer.“ Stellte ich nüchtern fest.

„Sie ist nicht leer. Sie müssen nur einmal genau hinsehen.“ Zögernd nahm ich das Glasgefäß entgegen und ließ es unbeachtet in der Tasche verschwinden.

„Wissen deine Eltern eigentlich von dem, was du so treibst?“ Innerhalb von Sekundenbruchteilen verschwand das Lächeln aus dem Gesicht des Mädchens und es trat unsicher einen Schritt zurück.

„Ich habe nichts Verbotenes getan,“ flüsterte es traurig.

„Ich habe ihnen die Freiheit geschenkt.“ Mit diesen Worten drehte sie sich um und rannte davon.

„He, warte doch mal. So habe ich es nicht gemeint,“ rief ich hinter der Kleinen her.

Ohne Erfolg.

Bedauernd steckte ich die Hand zurück in die Tasche und .

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Was ist lucy & Mirko?

Lucy & Mirko ist definitiv kein Liebesroman. Es ist eine  dramatische Geschichte, gewürzt mit einem Hauch Magie. In diesem Buch geht es vielmehr um Freundschaft und Wahrnehmung. Es geht um das Leben eines Teenagers, angelehnt an das wahre Leben, welches leider nicht immer rosarot ist. Wer einen rosaroten Liebesroman sucht, ist leider komplett an das falsche Buch geraten. Dieses Buch hat Ecken und Kanten, wie im wahren Leben auch. Und dieses Buch ist auch nicht perfekt. Aber gerade dieses, macht Lucy & Mirko so liebenswert. Weil es ist, wie es ist. Unperfekt wie wir alle.